Mensch: Theater! - Theaterpädagogik mit Biss - Theaterprojekte und Produktionen für den deutschsprachigen Raum

Engagement für persönliche & gesellschaftliche Entwicklung, mehr Zivilcourage, Vielfalt und Akzeptanz - gegen Gewalt, Extremismus, Intoleranz

Medienspiegel


Acher Bühler Bote, 22.07.2017


Acher Bühler Bote, 18.07.2017


Mittelbadische Presse, 10.06.2017
 


Ostfriesischer Kurier, 16.05.2017


Acher Bühler Bote, 10.05.2017

 


Marler Zeitung, 30.11.2016

 


Mittelbadische Presse, 21.06.2016
 




Mittelbadische Presse, 21.10.2015
 


Badisches Tagblatt, 28.07.2015


Badisches Tagblatt, 02.07.2015


Westfälische Nachrichten, 25.06.2015

Gronau - In einem zweitägigen Workshop haben sich die Achtklässler der Anne-Frank-Schule mit Suchtproblematiken auseinandergesetzt. Am Mittwoch haben sie die Ergebnisse ihrer Arbeit präsentiert.

Von Frank Zimmermann

Ein Junge steht auf dem Schulhof und liest. Zwei Mitschülerinnen nehmen den – wie sie finden – Streber in die Mangel: „Ey, du Missgeburt!“, pöbeln sie ihn an und nehmen ihm sein Buch weg. Als der Junge sich kurz darauf mit einem Kumpel über die Attacke unterhält, hat der eine spontane Idee: „Komm, lass uns eine rauchen, gegen den Stress.“ Eine von vielen kleinen Szenen, welche die Achtklässler der Anne-Frank-Schule sich im Rahmen eines Workshops erdacht und zu kleinen Theaterszenen verarbeitet haben. Am Mittwoch fand die Abschlusspräsentation vor den eigenen Mitschülern statt. Zwei Tage lang haben Theaterpädagoge Tobias Gerstner und sein Kollege Nils Flachmeier von „Mensch: Theater!“ mit den 50 Achtklässlern an den Szenen gearbeitet. Theater gegen Sucht? „Ja“, erklärt Flachmeier, „weil Theater eine direkte Auseinandersetzung mit dem Thema ermöglicht. Das ist etwas anderes, als nur darüber zu reden. Die Schüler beschäftigen sich intensiv damit.“ „Außerdem stärkt es das Selbstbewusstsein der Schüler, wenn sie sich bei der Abschlusspräsentation trauen, vor den Mitschülern Theater zu spielen“, ergänzt Lehrerin Sandra Hesseling. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Martin Wirp ist sie Drogenbeauftragte an der Anne-Frank-Schule. Zusammen haben die beiden den zweitägigen Theaterworkshop initiiert. Bei den Szenen wird deutlich, wie breit gefächert das Suchtspektrum ist: Eine Gruppe hat ein Thema aufgegriffen, das in Gronau immer mal wieder für Schlagzeilen sorgt: Ein Spielsüchtiger hat all sein Geld verzockt und überredet deshalb einen Kumpel, die Spielbank zu überfallen, um sich das Geld zurückzuholen. Die Aktion war Teil des Suchpräventionsprogramms an den weiterführenden Schulen in Gronau, das von der Diakonie und der Fachstelle für Suchtvorbeugung des Kreises Borken begleitet und von der Sparkassenstiftung finanziert wird.


Mittelbadische Presse, 20.05.2015

Fünftklässler für Gefahren sensibilisiert

Theatergruppe stellte am Anne-Frank-Gymnasium dar, wie schnell Jugendliche süchtig werden können

Bei den Kinder- und Jugendtagen der Stadtkultur in Zusammenarbeit mit der städtischen Jugendarbeit wurde den Fünftklässlern des Anne-Frank-Gymnasiums ein interaktives Präventionstheater des Ensembles »Mensch: Theater!« präsentiert. Das Thema lautete »Sunpearl«, Sucht und ihre Folgen.

»Wir haben euch heute ein ganz besonderes Theaterstück mitgebracht, eines, bei dem ihr auch mitmachen dürft«, begrüßte Tobias Gerstner die Fünftklässler am Gymnasium vergangene Woche. »Wir«, das waren Theaterleiter Tobias Gerstner, Kathrin Reuter und Viktor Wendtner, die in zahlreiche Rollen schlüpften.

»Was ist denn Sucht?«, fragte er die Schüler und zog sie gleich in das Geschehen mit ein. Zigaretten, Handy, Alkohol, Casino, Tabletten oder Drogen waren nur einige Vorschläge. »In diesem Stück geht es um Drogen, um 13 bis 15 Jahre alte Jugendliche, die in Alltagssituationen mit Drogen in Kontakt kommen«, erklärte Gerstner den Ablauf.

Zwischendurch wurde das Theater immer wieder unterbrochen, dann waren die Schüler gefragt. »Dann wollen wir gerne von euch wissen, was man tun könnte, um aus der Situation heraus zu kommen, um nicht süchtig zu werden; wie man Freunden helfen könnte, die in solche schwierige Situationen gekommen sind oder wo man eventuell Hilfe holen kann«, erklärte Gerstner.

Die Schauspieler kamen ohne Bühnenbild und ohne Kostüme aus. So lenkte nichts von der Handlung ab. Die Drei spielten Alltagssituationen, wie sie überall vorkommen können und wie sie ansatzweise vielleicht auch von den Jugendlichen schon erlebt wurden.

In der Sprache von heute

Da auch die Sprache die der Jugendlichen von heute war, war das Ganze noch näher an der Realität und wirkte wie ein Spiegel. Da waren die Eltern, die einen unglaublichen Leistungsdruck ausübten und der Sohn Erleichterung im Alkohol fand, der vermeintliche Freund, der einen Klassenkameraden auf einer Party unter Druck zu Drogen verführen wollte, der Boxer, dem gesagt wurde, nur mit Doping käme er weiter, selbst sein Gegner würde »das Zeug« nehmen, die Wirkung von K.o.-Tropfen und einige Versuchungen mehr. All diese Möglichkeiten wurden szenisch dargestellt.

Die gut vorbereiteten Schüler hatten unglaublich viele Ideen und Vorschläge, was man alles tun und wie man sich verhalten sollte. Sie waren so voll dabei, dass das Stück viel zu schnell vorbei war und sie noch lange nicht genug hatten. Die Grenzen zwischen Bühne und Zuschauer waren fließend. So bekamen die Hauptdarsteller auf und vor der Bühne kräftigen Applaus.
»Wichtig ist, dass man nicht mit dem Zeigefinger kommt, sondern offen und ehrlich mit den Jugendlichen umgeht«, sagte Tobias Gerstner am Ende. Nur Verbote würden zu nichts führen, daher »begeben wir uns mit dem Publikum auf die Suche nach Antworten«.

Autor:
Ellen Matzat


BADISCHES TAGBLATT / NR. 73, 28.03.2015 


Lingener Tagesbote, 25.03.2015



Marler Zeitung, 19.03.2015


Badisches Tagblatt, 18.03.2015


Radiobeitrag SWR 4 Radio Stuttgart 20.11.2014:

 anhören


Radiobeitrag SWR Info Mondial 09.07.2014:

SWR Bericht über "Mein Leben. Meine Liebe. Meine Ehre?"  

 



Hinterländer Anzeiger vom 07.11.2013


Hinterländer Anzeiger vom 07.05.2013


Schwarzwälder-Bote, 25.04.2013 

Im Rollenspiel schwierige Situationen ändern

Baiersbronn. Eine besondere Veranstaltung für die Schüler der 6. Klassen der Realschule fand im evangelischen Gemeindehaus statt: Das Präventionstheater "Mensch Theater" präsentierte ein nachdenkliches Episodenstück zum Thema "Mobbing".

Schulsozialarbeiterin Britta Müller hatte die Akteure von "Mensch Theater" an die Schule geholt und wollte mit diesem etwas anderen Theater die Schüler zum Nachdenken anregen. Die interaktiven Theaterstücke, die den Schülern vorgespielt wurden, beinhalteten allesamt Situationen, in denen sich Menschen hilflos und ohnmächtig fühlen. Es ging dabei um Mobbing, Sucht und Gewalt. Die Schüler konnten sich über die Themen austauschen, indem sie sich in einer bestimmten Situation einmischten und am Rollenspiel teilnahmen.

Die Sechstklässler konnten in eine bestimmte Rolle schlüpfen und spielerisch eine Möglichkeit finden, wie eine solche Situation verändert werden kann. Es ging darum, verschiedene Lösungsansätze zu finden und auszuprobieren. Die Schüler wurden gemeinsam mit ihren Klassenlehrern in den Ablauf des Theaters mit einbezogen.

Wichtig ist dem Ensemble nicht, den Zeigefinger zu erheben, sondern sich gemeinsam mit dem Publikum auf die Suche nach einer Antwort zu machen. Die fast 80 Realschüler waren mit viel Motivation dabei. Nach dem gemeinsam erlebten Theaterstück "Ausweglos", konnte jede Klasse noch in einem Workshop mit den Schauspielern verschiedene Szenen nachspielen, Fragen stellen und nach neuen Ideen suchen.

In der Kleingruppe war es für die Schüler auch einfacher, selbstbewusst in eine Rolle zu schlüpfen. Gefördert wurde das Theaterprojekt vom Jugendfonds des Landkreises und durch die Gastspielförderung des Landesverbandes Freier Theater Baden-Württemberg. Gemeinsam mit Konrektorin Karin von Kemenade und den Klassenlehrern Wilfried Fackel, Martina Streiff und Anne Kuhn will Schulsozialarbeiterin Britta Müller darüber nachdenken, eine solche Form der Präventionsarbeit mit Fünft- oder Sechstklässlern als festen Bestandteil in der Schule zu verankern.

 

Presseportrait aus dem Badischen Tagblatt 09.02.2013


Presseportrait nach "Stalingrad"



Theater aus Süddeutschland arbeitete mit Sechstklässlern zum Thema Mobbing

Schauspiel an der Grenze

Guxhagen. Mensch: Theater! So heißt ein freies Projekttheater mit Sitz in Baden-Württemberg. Einige seiner Ensemblemitglieder studierten mit allen Sechstklässlern der Gesamtschule Guxhagen Szenen zum Thema Mobbing ein und besprachen sie.

 Der Klassenraum als Bühne: von links Katrin, Tobias Gerstner, Niklas, Phillipp und Paul beim Spielen einer Mobbing-Szene in einem der Klassenräume der Gesamtschule Guxhagen. Foto:?Grugel

Der Klassenraum als Bühne: von links Katrin, Tobias Gerstner, Niklas, Phillipp und Paul beim Spielen einer Mobbing-Szene in einem der Klassenräume der Gesamtschule Guxhagen. Foto: Grugel

Kunstlehrerin Heike Reuter hatte die Schauspieler nach Guxhagen geholt. Der Kontakt war über ihre Tochter und Schauspielerin Katrin Reuter zustande gekommen.

Das Ensemble ist bundesweit unterwegs und hat je nach Zielgruppe verschiedene Angebote im Gepäck. In Guxhagen packten die Schauspieler das Thema Mobbing an. Mit etwa 130 Schülern probten sie Rollenspiele und Szenen rund um eine vorgegebene Geschichte ein. In der geht es um ein neues Kind im Klassenverband, das gemobbt wird.

Grenzsituationen

Die Theaterpädagogen traten nicht als Moralapostel auf. Vielmehr erarbeiteten sie in Kleingruppen Konfliktsituationen, unterbrachen oftmals die einstudierten Rollenspiele und Szenen und diskutierten mit den Schülern das Geschehen. Da kamen auch Grenzsituationen zur Sprache, die nicht einfach zu lösen sind und die Kinder auch zu Fragen führten wie: „Was hat das Opfer für Möglichkeiten, sich zu helfen?“, sagt Theaterpädagoge Tobias Gerstner.

Die Schule war froh über den Besuch des Theaterensembles. Die Arbeit mit den Schauspielern ordnet sich sinnvoll ins Fach Erwachsen werden ein. Dabei werden die Sechstklässler ihre Theaterszenen demnächst noch einmal Mitschülern vorspielen, erklärte Schulleiter Thomas Wiegand. Und Lehrerin Heike Reuter warb bei ihren Kollegen für das Fehlen der Sechstklässler in anderen Fächern mit den Worten: „Theaterpädagogik wirkt persönlichkeitsfördernd und selbsterziehend, schult die Selbst- und Fremdwahrnehmung.“ (lgr)

Kontakt: Tel. 0?72?23 / 91?59?735, www.mensch-theater.de

Quelle: HNA-Online


 „Masken – Zwischen Sein und Schein“

Vergangenen Samstag, am 04.02.2012 fand die zweite WIR-Werkstatt im Bassermannhaus statt. Das Thema der Werkstatt war „Masken – Zwischen Sein und Schein“. Genau genommen ging es um die Funktion von Masken und Maskentänzen in unterschiedlichen kulturellen Zusammenhängen.
Dies wurde dem Publikum in Form von Vorträgen, Tanz, Musik und Schauspiel näher gebracht.

Die Reise startete in Indonesien mit dem Gong Maskentanz Tari Topeng Gong und endete in Ghana, wo Jugendliche uns den Afrikanischen Tanz mit Unterstützung des Trommlers Ashitey Nsotse vorführten. Des Weiteren gab es ein Ballettduett von Luca Tessarini und H. Uedo auf das Stück Romanze von Carl Maria von Weber. Beide sind von der Akademie des Tanzes. Aber es wurde, wie schon erwähnt, nicht nur getanzt. Die Leiter des Theaters “Mensch: Theater!” mischten zum Beispiel mit ihrem gelungenen und vor allem witzigen Schauspiel, sowohl das Publikum als auch die Bühne auf. Auch der Vortrag über Kameruner Masken von Andre Ekama, war sehr interessant und anschaulich, da der Vortrag durch die Projektion von Bildern diverser Masken über einen Beamer an eine Leinwand unterstützt wurde.

Dieses abwechslungsreiche Programm begeisterte, sowohl das Publikum als auch mich als Neuling unter den Scouts des Projekts, so dass am Ende tosender Applaus fiel. Am Ende des Programms bekam zudem auch das Publikum die Chance, selbst eine Maske in Form einer Clowns-Nase zu tragen. So kann man sagen, dass das Publikum am Ende selbst einmal vom Sein zum Schein wechselte.

Abschließend kann man sagen, dass es ein gelungener und abwechslungsreicher Abend war. Für mich als neuer Scout, war es die erste WIR-Werkstatt, die ich miterleben durfte. Ich war hellauf begeistert von dem Programm und bin schon sehr gespannt auf die 3. WIR-Werkstatt und ihr dürft das auch sein.

Katharina Macholl ist seit Mitte Januar als Scout für WIR! tätig.


Gespielte Lektionen zum Thema Suchtprävention

"Kulturagenten für kreative Schulen" ist ein Programm, das Kultur an Schulen bringen soll. An der Geschwister-Scholl-Werkrealschule konnten mit diesem Programm, das von der Mercator-Stiftung und der Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg finanziert wird, bereits beste Erfahrungen gesammelt werden. Jetzt war das "Mensch-Theater" aus Heidelberg an der Schule zu Gast, um auf spielerische Weise das Thema Suchtprävention zu vermitteln.

Drei Jugendliche chatten im Netz. Der eine schwärmt von "coolen" Parties, bei denen es "guten Stoff" gibt. Das Mädchen lässt sich irgendwie mitreißen, will dazugehören, genau so cool sein wie die anderen. Der zweite Junge ist anders. Obwohl er gehänselt und ausgelacht wird, schafft er es, um die Drogen einen weiten Bogen zu machen. Ende der Spielszene und Beginn der Interaktion: Wie könnte die Geschichte weiter gehen? Was könnten die drei Jugendlichen aus der Szene denken?

Die Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Werkrealschule sind gefragt. Ein Junge findet es gut, dass sich der zweite Schauspieler nicht hat beeinflussen lassen. Ein Mädchen meint, dass sich die Schauspielerin nur habe mitziehen lassen, aber eigentlich gar keine Drogen nehmen wollte. Auf die Bühne will keiner von den Schülern, doch in der gemeinsamen Diskussion kommen Schauspieler und Schüler schon auf einen gemeinsamen Nenner.

Nächste Szene: Ein Sportler rackert sich ab, trainiert wie ein Wilder für den nächsten Wettkampf. Da kommt einer daher und behauptet: "Ohne Doping wird das eh' nichts". Der Sportler lässt sich einwickeln, nimmt irgendwelche Substanzen ein, trainiert weiter bis zum Umfallen. Und fällt um. Nun geht die Diskussion um das Thema Doping los. Alle Schüler sind der Meinung, dass sportliche Erfolge auch ohne verbotene Substanzen möglich sind, raten dem "Sportler", sich nicht von anderen beeinflussen zu lassen. Am Ende der Szene fragt ein Mädchen: "Ist der Sportler jetzt tot?" Diese Frage lassen die Schauspieler des "Mensch-Theater" bewusst offen. Und man merkt deutlich, dass dieses krasse Ende die Schüler beschäftigt.

Dritte Szene: Ein Schüler lernt für die Schule. Die Mutter macht Druck. Der Vater macht Druck. Mehr lernen soll er, besser werden. Der Schüler greift zur Flasche. Hier sehen die Schüler den Leistungsdruck, den die Eltern verbreiten, als Auslöser für den Griff zur Flasche. "Die Eltern sollen ihn nicht drängen, sondern ihm helfen", lautet ihr Tipp.

Was ist denn überhaupt Sucht? Fängt sie bei einem oder zwei Bierchen am Abend schon an? Oder wenn Mutter zum besseren Einschlafen ein paar Schlaftabletten schluckt? Wie kann man sich denn überhaupt vor dem Gruppenzwang schützen? Und wie cool ist es denn, Drogen zu nehmen? Diesen Fragen widmete sich das Mensch-Theater aus Heidelberg. Kulturagentin Judith Denkberg-de-Gvirtz begleitet die Aktion und weiß: "Viele der Kinder waren noch nie in einem Theater, hatten noch nie ein klassisches Musikerlebnis."

Doch wenn sie dann ein klassisches Orchester zu Gast in der Schule haben oder eine Theatertruppe, dann sind alle ganz begeistert. "Ich habe sogar schon Dankesbriefe erhalten", fügt Judith Denkberg-de-Gvirtz lächelnd hinzu. Und damit hat die Aktion "Kulturagenten für kreative Schulen" das Klassenziel voll erreicht. aso

Mannheimer Morgen
27. Januar 2012



Murrhardter Zeitung 23.04.2011
Publikum mit kleinen Rollen einbezogen

SOR-Arbeitskreis organisierte Aktionstage und Aufführung unter dem Motto „Toleranz statt Diskriminierung“

WEISSACH IM TAL (pm).

Der Arbeitskreis „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ (SOR) hat zu einer Schüler-Veranstaltung gegen Mobbing eingeladen. Die Aufführung des Forum-Theaters im Bildungszentrum Weissach im Tal knüpfte an die Aktionstage an, die ebenfalls vom SOR-Team organisiert worden waren. Unter dem Motto „Toleranz statt Diskriminierung“ arbeiteten die Schüler der sechsten und siebten Klassenstufe dabei an drei Tagen in verschiedenen Workshops zu Themen wie Rassismus, Islam – Islamismus, Kunst, Mobbing, Zivilcourage, rechte Musik und Symbolik, Theater und interkulturelles Training. Von den Schülern kam hierbei vor allem positive Resonanz, schreibt das SOR-Team in einem Nachbericht. Wie sich hinterher in einer Feedback-Umfrage herausgestellt habe, seien die Schüler froh gewesen zu erfahren, was sie wissen wollten, aber sich nicht trauten zu fragen. Die zahlreichen Plakate, Collagen und Malereien, die die Schüler dort produziert und erarbeitet hatten, waren am Abend bei der Theater-Vorstellung noch einmal ausgestellt. So konnten auch Eltern und Mitschüler an den Ergebnissen und Eindrücken teilhaben. Das Theaterensemble „Mensch: Theater“ aus Heidelberg förderte diese Erfahrungen weiter mit seinem Stück „Gewalt – Macht – Angst“. In der 90-minütigen Vorführung wurden verschiede Gewaltsituationen aus dem Lebensumfeld Jugendlicher dargestellt – unter anderem Diskriminierung in der Öffentlichkeit, Ausübung von Gewalt gegen sich selbst oder auch Mobbing. Hierbei wurden die Zuschauer immer wieder mit kleinen Rollen mit einbezogen. „Auf diesen Weg kann das Publikum besser verstehen, was wirklich in solchen Situationen vor sich geht, welche Gefühle oder Hintergründe sowohl Täter als auch Opfer beherrschen, um dann zusammen mit den Schauspielern das Gesehene zu reflektieren und nach einer Lösung für die eventuell vorhandenen Probleme zu suchen“, erklärt Kathrin Allbach, stellvertretende Vorsitzende des Arbeitskreises. Mit dieser Aktion veranstaltete der SOR-Arbeitskreis des Bildungszentrums nun zum zweiten Mal Projekttage im Rahmen des deutschlandweit aktiven Schulnetzwerkes „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Der Arbeitskreis am Bize ist seit 2005 in dem Schulnetzwerk aktiv.


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